Jahr 2025


3.08.25:

Jungtier der Kreuzotter im Spessart gesichtet

 Ein schönes Zeichen für den Artenschutz: Im hessischen Spessart wurde kürzlich ein frisch geschlüpftes Jungtier der Kreuzotter gesichtet und fotografiert. Es stammt aus dem aktuellen Jahrgang und kam in diesem Jahr ungewöhnlich früh zur Welt. Der warme Juni und das feucht-wechselhafte Wetter im Juli haben ideale Bedingungen für die Kreuzottern geschaffen. Die Tiere, die extreme Trockenheit und große Hitze eher meiden, fanden in diesem Sommer ausreichend Feuchtigkeit, angenehme Temperaturen und reichlich Nahrung. Dadurch konnten sich die Jungtiere schneller entwickeln. Solche Beobachtungen zeigen, wie wichtig geeignete Lebensräume und ein funktionierendes Ökosystem für den Erhalt bedrohter Tierarten sind.

A2R wünscht der kleinen Schlange einen guten Start in ein hoffentlich langes Leben.

Junge Kreuzotter. (Foto: Olaf Homeier)

Kreuzotter von März 2025. (Foto: Olaf Homeier)

15.07.25:

Die Hessische Zahl zum Internationalen Tag der Schlange: „160“

Lange Zeit ging es nur bergab mit Hessens einziger Giftschlage. Vor hundert Jahren noch genauso häufig wie gefürchtet, erlebte die Kreuzotter (Vipera berus) eine lange Phase des Niedergangs. Nur noch wenige Dutzend Tiere konnten A2R und befreundete Organisationen im hessischen und bayerischen Spessart nachweisen. Das Aussterben stand unmittelbar bevor. Eine Zählung der Tiere im vergangenen Jahr brachte wieder etwas positivere Zahlen. Adulte und Jungtiere zusammen genommen wurden 160 Individuen im Spessart gezählt. Eine Belohnung für die zahlreichen Schutzmaßnahmen der ehrenamtlichen Reptilienschützer in der hessisch-bayerischen Grenzregion. So konnten die Habitate vieler Kreuzottern  zu verbessert, neue Lebensräume angelegt, einzelne besonders wichtige Flächen aufgekauft und vor allem auch sichere Winterquartiere erstellt werden.

Dank der AG Kreuzotterschutz im Verein A2R , die beim Schutz der gefährdeten Hessen-Art eng mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst, dem Regierungspräsidium in Darmstadt und örtlichen Naturschutzgruppen zusammenarbeitet, vermehren sich die Tiere auch wieder erfolgreich.

Doch dabei soll es nicht bleiben. Für die kommenden Jahre haben sich Olaf und Michael Homeier und Timo Spaniol von der AG Kreuzotter große Ziele gesetzt. Der aktuelle Bestand soll verdoppelt werden. Bis zum Jahr 2030 streben die Artenschützer eine länderübergreifende Population von über 300 Tieren im Spessart an.   


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